Alandroal

Der "Oleandergarten" (port: Alandroal)

Wappen von AlandroalDie Kreisstadt Alandroal liegt im Osten des Alentejos, unweit der spanischen Grenze. Ihr historischer Ortskern steht als Ganzes unter Denkmalschutz. Neben der Burg zählen auch zwei Kirchen, Steinbrunnen und verschiedene historische öffentliche Gebäude zu den Baudenkmälern, die man in Alandroal besichtigen sollte. Das Holz des Oleanders wird heute noch im lokalen Handwerk verarbeitet.

Sehenswürdigkeiten Bilder Basisdaten Geschichte

Sehenswürdigkeiten:

  • Castelo do Alandroal: Die Burg aus dem 17. Jahrhundert drohnt im historischen Stadtkern auf einer kleinen Anhöhe. Von einer Mauer mit 7 Türmen umgeben liegt in der Mitte der "Torre de Menagem". Umfangreiche Infos zum Castelo bei Patrimonio Cultural (externer Link in portugiesisch)
  • Igreja Matriz: Die Pfarrkirche wird auch Igreja de Nossa Senhora da Graça oder Igreja de Nossa Senhora da Conceição genannt. Sie stammt aus dem 18. Jahrhundert, wurde mehrfach umgebaut und befindet sich in der Burganlage.
  • Igreja da Misericórdia: Die Kirche stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde im Stil des "Barroco da época Josefina" erichtet. Sie wurde Regierungszeit von D. João V. grundlegend umgebaut. Erwähnenswert sind der vergoldete Altaraufsatz und die Azulejos, die das Abendmahl und die Fußwaschung darstellen.
  • Igreja Paroquial de São Brás dos Matos: Die Kirche stammt aus der ersten Hälte des 16. Jahrhunderts und wurde 1721 erweitert. Im Hauptaltarraum heben sich die Fresken aus der Barockzeit hervor.
  • Ermida de Santo António: Die Kapelle und auch das Altarbild stammen aus dem 18. Jahrundert.
  • Ermida de São Sebastião: Die Kapelle stammt wahrscheinlich aus dem 15. Jahrundert und wurde nach dem Erdbeben von 1755 neu aufgebaut.
  • Fonte de Seis Bicas: Der barocke Brunnen befindet sich mitten in der Stadt und stammt aus dem 17. und 18. Jahrundert. Auf der rechteckigen Platte befinden sich das Wappen, zwei Skulpturen und sechs Wasserausläufe.

In der Umgebung:

  • Fortaleza de Juromenha: Bekannt als "Wächter des Guadiana", droht die Festung auf einem hohen Hügel am Ufer des Flusses. Weiterlesen >>
  • Terena: Die Burg war ehemals ein Teil der Verteidigungslinie von Guadiana. Jedes Jahr pilgern Gläubigen nach Terena, die Wallfahrten zur Capela da Boa Nova zu Ehren der Muttergottes sind überreginal bekannt. Weiterlesen >>
  • Barragem do Lucefécit: Der Stausee Lucefecit liegt ca. 5 km südlich der Kreisstadt Alandroal. Weiterlesen >>

Geschichte:

Auf Geheiß des Königs D. Dinis begann der Ritterorden von Avis 1294 auf einer Anhöhe von ca. 340 m mit der Errichtung einer Burg, die 1298 fertiggestellt wurde. Die in der Folge entstandene Ortschaft erhielt den Namen Alandroal, vermutlich zurückgehend auf den Oleandergarten (port.: Alandroal) der Ordensbrüder von Avis. Das erste Stadtrecht erhiet der Ort im Jahre 1486 von König D. João II., im Rahmen einer Verwaltungsreform wurde es 1514 durch König D. Manuel I. erneuert.

Das Städtchen wurde auch vom großen Erdbeben von Lissabon 1755 in Mitleidenschaft gezogen. Eine Reihe von Gebäuden wurden zerstört und mussten neu errichtet werden, darunter das Rathaus.

Im Zuge einer Gebietsreform wurden die Gemeinden Alandroal (Nossa Senhora da Conceição), São Brás dos Matos (Mina do Bugalho) und Juromenha (Nossa Senhora do Loreto) 2013 zu einer neuen Gemeinde zusammengefasst.

Bedeutende Söhne und Töchter der Stadt:

  • Diogo Lopes de Sequeira (1465-1530), Seefahrer und Entdecker, 1518 -1522 Gouverneur von Portugiesisch-Indien.
  • Mouro Galvo Architekt der Burg.
  • João Lopes de Sequeira (1480-?1455), Seefahrer, Gründer der Fortaleza de Santa Cruz do Cabo de Gué, aus der Agadir entstand.
  • Gomes Freire de Andrade (1685-1763), erster Graf von Bobadela.

Partnerstädte

  • Santa Cruz, Ilha de Santiago, Kap Verden
  • Cuba Regla, La Habana, Kuba
  • Brasil Jerumenha, Piauí, Brasilien
  • Brasil Curitiba, Paraná, Brasilien
  • Olivença, Spanien

Bild: Brenesmipueblo, Wikimedia, CC BY-SA 3.0 Alandroal

Basisdaten:

Region: Alentejo
Unterregion: Alentejo Central
Distrikt: Évora
Gemeinden: 4 (Alandroal, São Brás dos Matos e Juromenha; Capelins; Santiago Maior; Terena)
Einwohnerzahl: 5.843 (2011)
Fläche: 542,68 km²
Schutzpatron: Nossa Senhora da Boa Nova
Lokaler Feiertag: Ostermontag
Stadtverwaltung: Homepage(pt, en, es)

Quellen und weiterführende Informationen:

  • wikipedia.org/wiki/Alandroal
  • Homepage der Stadtverwaltung: www.cm-alandroal.pt
  • www.visitarportugal.pt

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